WAS WIRD GEFÖRDERT?

Förderfähig sind infrastrukturelle Investitionen mit dem Ziel einer modellhaften Nutzbarmachung von Flächen und Räumen, um dort den Betrieb von Mikro-Depots zur Abwicklung von KEP-Verkehren „auf der letzten Meile“, auch branchen- und anbieterübergreifend, zu ermöglichen.

In der Richtlinie wird ein Mikro-Depot als ein Raum, in dem logistische Umschlagprozesse zur Abwicklung der letzten Meile mit Hilfe von emissionsfreien Fahrzeugen vorgenommen werden, verstanden. Nach dem Umschlag im Mikro-Depot dürfen ausschließlich lokal emissionsfreie Fahrzeuge (wie Lastenkarren, Lastenräder, elektrische Fahrzeuge o.ä.) zur Abwicklung der Lieferungen genutzt werden. Konventionelle (wenn möglich emissionsfreie) Fahrzeuge dürfen für die Belieferung der Mikro-Depots vom Zentrallager aus („Feeder-Verkehre“) genutzt werden.

Zuwendungsfähig sind Ausgaben in folgenden Kategorien:

  • Anschaffung mobiler Infrastruktur (Container, Wechselbrücken)
  • bauliche Sanierung / Herrichtung von gebauter Infrastruktur (z.B. Ziehen von Wänden)
  • Schaffung von Infrastruktur für Anliefervorgänge (z.B. Tore und Rampen)
  • Schaffung von Infrastruktur für die Lagerung (z.B. Regale)
  • Bodenarbeiten auf Freiflächen (Befestigung, Pflasterung)
  • Sicherheitsmaßnahmen (Errichtung von Zäunen, Schlösser und Sicherheitstechnik)
  • Ver- und Entsorgung (z.B. Infrastruktur für Heizung, Strom, Wasser, Internet, Ladeinfrastruktur)
  • Maßnahmen zur Wahrung von Arbeitsschutz und Bauordnungsrecht (sanitäre Anlagen, Sozialräume, Wetterschutz, Brandschutz)
  • Verkehrsinfrastruktur (Rangierflächen, Ertüchtigung von Radinfrastruktur)

Mit einem Antrag kann die Einrichtung von mehreren Mikro-Depots beantragt werden.

WER WIRD GEFÖRDERT?

Antragsberechtigt sind private Unternehmen und Unternehmen mit kommunaler Beteiligung unabhängig von ihrer Rechtsform,

  • die den Betrieb eines Mikro-Depots zum Zwecke der eigenen Auslieferung von Waren beabsichtigen oder
  • die selbst keine Waren aus dem Mikro-Depot ausliefern, aber Dritten geeignete Flächen oder Räumlichkeiten für die Nutzung als Mikro-Depot als Betreiber kostenlos oder entgeltlich zur Verfügung stellen.

Antragsteller müssen als Eigentümer, Mieter/Pächter oder im Wege eines Gestattungsvertrags über die zur Errichtung erforderlichen Flächen der Mikro-Depots rechtlich und tatsächlich verfügen können und dies nachweisen.

Die Kooperation von mehreren Antragstellern in Verbünden ist ausdrücklich erwünscht und die Vorteile in der Projektskizze darzulegen.

Natürliche Personen sind nicht antragsberechtigt.

WIE WIRD GEFÖRDERT?

Bei der Förderung nach Maßgabe dieser Richtlinie handelt es sich um eine Projektförderung. Die Förderung wird grundsätzlich als nicht rückzahlbarer Zuschuss im Wege einer Anteilfinanzierung gewährt. Bemessungsgrundlage für Zuwendungen sind grundsätzlich die zuwendungsfähigen projektbezogenen Ausgaben.

Gefördert werden bis zu 40 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, die Mindestzuwendung beträgt 20.000 Euro. Bei Verbundvorhaben gilt diese Mindestsumme für das Verbundprojekt insgesamt.

Die Fördersumme für den Erwerb und Einbau von Schließanlagen (inkl. Erwerb und Installation von Kameras und Alarmanlagen) ist auf 3.000 Euro pro Depot begrenzt.

Ein Projektstart ist frühestens zwölf Monate nach Eingang der Projektskizze beim zuständigen Projektträger einzuplanen. Der Bewilligungszeitraum beträgt in der Regel maximal 24 Monate. Es ist bei der Darstellung der Projektplanung darauf zu achten, dass diese Dauer nicht überschritten wird.

Nicht zuwendungsfähig sind Ausgaben für Prototypen, gebrauchte Anlagen, Eigenbauanlagen, die Instandsetzung/-haltung bestehender Anlagen und laufende Ausgaben.

Eine Kumulierung mit Drittmitteln und Zuschussförderungen ist vorbehaltlich entgegenstehender beihilferechtlicher Vorgaben (Art. 8 AGVO bzw. Art. 5 De-Minimis-VO) zugelassen, sofern eine Beteiligung durch Eigenmittel in Höhe von 40 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben nicht unterschritten wird.
Eine Kumulierung mit anderen Förderprogrammen des Bundes ist ausgeschlossen.

Zweistufiges Antragsverfahren über das elektronische Formularsystem des Bundes „easy-Online“:

  1. Stufe: Einreichung der Projektskizzen; Wettbewerbsverfahren zwischen allen eingegangenen Skizzen nach Bewertungskriterien (7.2.2 der Richtlinie)
    Einreichungsfrist für Projektskizzen: 01. März bis 31. Mai 2021/2022/2023
    (Elektronische Übersendung der Skizze, unterschriebene Papierversion der Skizze einschl. aller Anlagen bis jeweils spätestens zum 15. Juni des Jahres)
  1. Stufe: Aufforderung zur Stellung eines förmlichen Förderantrags

ANTRAGSSTELLE

Projektträger Jülich (PtJ)
Geschäftsbereich Innovation ländlicher Räume, Klimaschutz, kommunales Bauen (IKK)
Forschungszentrum Jülich GmbH
Zimmerstraße 26-27
10969 Berlin
Telefon: +49 30 20199 – 3476
E-Mail: ptj-ksi@fz-juelich.de (Stichwort „Mikro-Depot-Richtlinie“)
https://www.ptj.de/klimaschutzinitiative/mikro-depots

GELTUNGSDAUER

Diese Richtlinie tritt mit Wirkung vom 1. März 2021 in Kraft. Ihre Gültigkeit ist bis zum 30. Juni 2024 begrenzt.

 

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