Was wird gefördert?

Gefördert wird die Erarbeitung von Projektkonzepten für die Entwicklung nachhaltiger und vitaler Lösungen für die Nahversorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs. Die Vorhaben sollen modellhaft sein, neue Ideen aufgreifen und übertragbare Lösungen mit Vorbildfunktion entwickeln. In einer zweiten Phase soll die Umsetzung ausgewählter Konzepte gefördert werden.
Bei der Konzeptentwicklung sollen kommunale Entscheidungsträger, Vertretern auf Anbieter- und Nachfrageseite sowie Bürgerinnen und Bürger beteiligt werden.

Die Fördermaßnahme wird durch den Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB) begleitet und richtet sich an ländliche Kommunen.

Der Förderrichtlinie ist zu entnehmen, welche Elemente insbesondere in dem Projektkonzept beinhaltet sein sollen.

Die zu fördernden Konzepte und Projektideen müssen in jedem Fall zur Sicherung und Verbesserung der Nahversorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs beitragen und sollen mindestens eines der folgenden Themenfelder bearbeiten:

  • Multifunktionale Nahversorgung (kombinierte Versorgung z. B. Post- und Paketdienste, Servicestellen der örtlichen Versorger, Bargeldversorgung, Beratungsstellen; Verknüpfung von Nahversorgungsangeboten mit (mobilen) sozialen Dienstleistungen)
  • Nahversorgung und Logistik (z. B. abgestimmtes Logistik- und Belieferungskonzept, Weiterleitung von Angeboten Dritter, neue Liefer- und Verteilungsmodelle oder Systeme zur Rücknahme von Waren)
  • Nahversorgung und Digitale Zukunft (z. B. digitale Anwendungen, automatisierte Vorgänge bzw. Nutzung künstlicher Intelligenz, Kombination mit bereits bestehenden und bewährten digitalen Infrastrukturen, digitale Zahlungsmöglichkeiten, Qualifizierung potenzieller Nutzer für mögliche digitale Anwendungen)
  • Nahversorgung und Mobilitätsangebote (z. B. Mitfahrgelegenheit, lokale Sammelfahrdienste, barrierefreie Nutzung von Angeboten, flexible Mobilitätslösungen mit einer guten Vernetzung mit dem ÖPNV, Verbindung mit E-Mobilität und E-Ladeinfrastrukturkonzepten bzw. alternativen Antrieben für eine klimaschonende Mobilität)
  • Ausgestaltung und Strukturen (z. B. Verknüpfung mit der lokalen Wirtschaft (Bevorzugung regionaler Produkte bzw. Dienstleistungen), Finanzierung/Wirtschaftlichkeit (beispielsweise Einbindung von Crowdfunding zur Erweiterung des Angebots), besondere Strukturen zur Gewährleistung der wirtschaftlichen Zukunftsfähigkeit, Einbeziehung neuer Akteure, besondere Integrationsleistungen)

Förderfähig sind folgende Ausgaben:

  • Die Vergabe von Aufträgen, z. B. Beratungs- und Ingenieursleistungen, soweit diese Leistungen zur Bearbeitung projektbedingter Aufgaben darstellen,
  • Projektbedingt notwendiges zusätzliches Personal,
  • Projektspezifisches, zusätzliches Material, das nicht zur Grundausstattung zählt,
  • Projektspezifische Aktivitäten und Veranstaltungen zur Kommunikation, Beteiligung und Vernetzung zwischen unterschiedlichen Akteuren,
  • Tätigkeiten im Rahmen des Wissenstransfers, z. B. für das Vorstellen von Ergebnissen und Erfahrungen auf Fachveranstaltungen,
  • Reiseausgaben entsprechend dem Bundesreisekostengesetz.

Wer wird gefördert?

Antragsberechtigt sind Kommunen (Körperschaften des öffentlichen Rechts) mit bis zu 35.000 Einwohner. Bewerbungen mit einer gemeinsamen Erarbeitung eines Konzepts von mehreren Kommunen sind erwünscht.

Wie wird gefördert?

Der Förderzeitraum beträgt maximal 12 Monate. Die Zuwendung beträgt höchstens 50.000 € je Zuwendungsempfänger.
Der maximale Förderanteil im Wege der Anteilsfinanzierung beträgt grundsätzlich 80 % der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben. Im Falle eines Förderanteils von z. B. 80 % können die zuwendungsfähigen Gesamtausgaben somit bis zu 62.500 € je Zuwendungsempfänger betragen. Drittmittel können auf die Eigenmittel angerechnet werden. Der finanzielle Eigenanteil, der durch die Kommune selbst erbracht wird, muss jedoch in jedem Fall mindestens 5 % der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben betragen.

Ein frühzeitiger Vorhabenbeginn ist nicht möglich.

Zweistufiges Antragsverfahren:
1. Förderphase
1.1 Projektskizze und Antragsphase
mit konkreten Zielen, erste Projektidee sowie Vorgehensweise zur Erarbeitung des Projektkonzepts unter Verwendung der vorgegebenen Projektskizzengliederung, Umfang der Skizze beträgt maximal 8 Seiten.
Prüfung der Projektskizzen durch den Projektträger und Auswahlentscheidung.
1.2 Konzeptphase
Förderung für die Ausarbeitung eines Konzeptes zu innovativen Ansätzen der Nahversorgung. Die Bewertungskriterien sind der Förderrichtlinie zu entnehmen.
2. Förderphase: Aufforderung zu einer Antragstellung (Umsetzungsphase)

Antragsstelle

Projektträger ist die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)

Unterschriebene Skizze auf dem Postweg unter dem Stichwort „BULE – Nahversorgung“ in doppelter Ausfertigung an

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung
Referat 423 Kompetenzzentrum Ländliche Entwicklung
– Nahversorgung, Infrastruktur und technischer Innovationen –
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn

und als Word-Datei per E-Mail mit dem Betreff „BULE – Nahversorgung“ an
E-Mail: landversorgt@ble.de
Tel.: +49 (0) 228 6845 3177

Weitere Informationen zur Förderrichtlinie finden Sie unter:

  • Vorlagen zur Einreichung der Projektskizzen finden Sie hier.
  • Den BMEL-Formularschrank finden Sie hier.

Geltungsdauer

Die Richtlinie ist seit 28. Dezember 2019 in Kraft.

 

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