Was wird gefördert?

  • Unterstützung und Beschleunigung von Erforschung, Entwicklung und Nutzung von KI-Methoden in KMU
  • Realisierung von neuen datengetriebenen Anwendungen
  • Aufbau von Know-how in den Unternehmen und Verstärkung der KI-Kompetenz von Mitarbeitern

Gegenstand der Förderung sind risikoreiche, industrielle und KMU-getriebene FuE-Vorhaben im Bereich der KI, die von einem oder mehreren KMU mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft ausgeführt werden.
Eine wesentliche Voraussetzung ist das Vorhandensein einer ausreichenden Datengrundlage sowohl in quantitativer als auch in qualitativer Hinsicht.
Im Fokus steht die Umsetzung aktueller KI-Forschungsergebnisse in softwaregetriebene proto­typische Lösungen, die sich primär auf Produktions- und Distributionsprozesse oder innovative Dienstleistungen beziehen.
Die zu entwickelnden Lösungen sollen einfach übertragbar und in verschiedenen Domänen anwendbar sein. Projektvorschläge sollen sich daher durch Leitbildfunktion und Referenzcharakter insbesondere zur Stärkung mittelständischer Unternehmen auszeichnen.
Die Neu- oder Weiterentwicklung von Hardware ist nicht Gegenstand dieser Bekanntmachung.
Gefördert werden innovative FuE-Vorhaben, die einen signifikanten Neuheitsgrad gegenüber dem für die Lösungskonzepte relevanten aktuellen internationalen Stand der Wissenschaft und Technik im Bereich von KI-Methoden ansetzen. Das Themenspektrum umfasst folgende Punkte, weitere Details sind der Richtlinie zu entnehmen:

  • automatisierte Informationsaufbereitung;
  • digitale Assistenten;
  • Computer Vision/Bildverstehen;
  • Sprach- und Textverstehen;
  • datengetriebene Systeme und Datenengineering;
  • Grundfragen zu intelligenten Systemen.

Die Vorhaben sollen insbesondere in einer oder in mehreren der nachfolgenden Domänen umgesetzt werden:

  • Erneuerbare Energien, Ökologie und Umweltschutz;
  • Logistik, Mobilität und Automobil;
  • Produktionstechnologien, Prozesssteuerung und Automatisierung;
  • innovative nutzerorientierte Dienstleistungen;
  • Daten- und IKT-Wirtschaft.

Vorhaben mit Fokus auf andere Themen oder Anwendungsdomänen sind in begründeten Ausnahmen möglich.
Eine Neuentwicklung oder Adaption ausschließlich innerbetrieblich genutzter Basiskomponenten ist grundsätzlich nicht Gegenstand der Förderung.

Wer wird gefördert?

Antragsberechtigt sind:

  • KMU der gewerblichen Wirtschaft sowie weitere Verbundpartner,
  • im Rahmen von Verbundprojekten auch Unternehmen, die die KMU-Kriterien nicht erfüllen,
  • Hochschulen, universitäre wie auch außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Verbände, Vereine und sonstige Organisationen mit FuE-Interesse,
  • Junge Unternehmen (Start-Ups) aus dem KI-Bereich in Verbundprojekten unter bestimmten Voraussetzungen, die der Förderrichtlinie zu entnehmen sind,

Forschungseinrichtungen, die vom Bund, von den Ländern oder vom Bund und den Ländern grundfinanziert werden.

Wie wird gefördert?

Die Zuwendungen werden im Wege der Projektförderung gewährt.

  • Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und für Vorhaben von Forschungseinrichtungen bis zu 50 % anteilfinanziert, mit einer Eigenbeteiligung von grundsätzlich mindestens 50 % der entstehenden zuwendungsfähigen Kosten,
  • Junge Unternehmen (Start-Ups) aus dem KI-Bereich, deren Gründung zum Zeitpunkt des geplanten Projektbeginns weniger als drei Jahre zurückliegt, können zuwendungsfähige projektbezogene Kosten bis zu einem Höchstbetrag von maximal 100 000 Euro pro Jahr anteilig gefördert werden. Für diese Unternehmen ist im Einzelfall eine Anteilsfinanzierung von bis zu 75 % möglich,
  • Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, die die KMU-Kriterien nicht erfüllen, wird eine angemessene Eigenbeteiligung an den entstehenden zuwendungsfähigen Kosten vorausgesetzt. Eine Anteilsfinanzierung von maximal 35 % möglich,
  • Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen und vergleichbare Institutionen, die nicht in den Bereich der wirtschaftlichen Tätigkeiten fallen, können individuell bis zu 100 % gefördert werden.
  • Bei nicht-wirtschaftlichen Forschungsvorhaben an Hochschulen und Universitätskliniken wird zusätzlich zu den zuwendungsfähigen Ausgaben eine Projektpauschale in Höhe von 20 % gewährt.

Grundsätzlich nicht übernommen oder bezuschusst wird die übliche Grundausstattung der teilnehmenden Einrichtungen.

Antragsstelle

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V.
DLR Projektträger
Gesellschaft, Innovation, Technologie
Software-intensive Systeme (GI-SIS)
Rosa-Luxemburg-Straße 2
10178 Berlin

Ansprechpartner:
Dr. Jens Totz
Tel.: +49 (0) 30 67055 8130
Fax: +49 (0) 30 670 55 742
E-Mail: KI4KMU@dlr.de
Internet: https://www.softwaresysteme.pt-dlr.de/de/ki-fuer-kmu.php

Vordrucke für Förderanträge, Richtlinien, Merkblätter, Hinweise und Nebenbestimmungen: https://foerderportal.bund.de/easy/easy_index.php?auswahl=easy_formulare&formularschrank=bmbf

Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt und über „easy-Online“ zu erstellen: https://foerderportal.bund.de/easyonline

Geltungsdauer

Die Richtlinie ist seit 09. März 2020 in Kraft.

Laufzeit
Die Laufzeit dieser Förderrichtlinie ist bis zum Zeitpunkt des Auslaufens seiner beihilferechtlichen Grundlage, der AGVO zuzüglich einer Anpassungsperiode von sechs Monaten, mithin bis zum 30. Juni 2021, befristet. Sollte die zeitliche Anwendung der AGVO ohne die Beihilferegelung betreffende relevante inhaltliche Veränderungen verlängert werden, verlängert sich die Laufzeit dieser Förderrichtlinie entsprechend, aber nicht über den 30. September 2023 hinaus. Sollte die AGVO nicht verlängert und durch eine neue AGVO ersetzt werden, oder sollten relevante inhaltliche Veränderungen der derzeitigen AGVO vorgenommen werden, wird eine den dann geltenden Freistellungsbestimmungen entsprechende Nachfolge-Förderrichtlinie bis mindestens 30. September 2023 in Kraft gesetzt werden.

Förderaufrufe
Bewertungsstichtage für Projektskizzen: 15. Mai 2020, der 15. Oktober 2020, der 15. April 2021 und der 15. Oktober 2021*
[*vierte Stichtag unter Vorbehalt der Verlängerung der beihilferechtlichen Grundlage]

 

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