Was wird gefördert?

Der Bund fördert die Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme, um zu Emissionsreduzierungen der Luftschadstoffe beizutragen und insbesondere Überschreitungen der Stickoxid-Grenzwerte zu reduzieren.

Schwerpunkte der Förderung zur Etablierung intelligenter Verkehrssysteme sind:

  • Die Erhebung, Bereitstellung und Nutzung von Mobilitäts-, Umwelt- und Meteorologie-Daten
  • Verkehrsplanung und Verkehrsmanagement
  • Automation, Kooperation und Vernetzung

Schwerpunkte des Sonderaufruf:

  • Automation, Kooperation und Vernetzung
  • Gefördert werden vorrangig Projekte, die zu einer Stärkung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und einer Erhöhung des ÖPNV-Anteils am Modal Split beitragen, z.B. durch den Abbau von Zugangshürden oder die Erweiterung und Optimierung des ÖPNV-Angebots, beispielsweise anhand des Einsatzes von integrativen Mobilitätsplattformen.
  • Verbundvorhaben sind möglich. Überregionale Umsetzungen und Kooperationen werden ausdrücklich begrüßt.
  • Höhe der beantragten Zuwendungssumme muss mindestens 50.000 Euro und darf maximal 1 Million Euro pro Förderantrag betragen. Bei Verbundvorhaben beziehen sich diese Grenzen jeweils auf jeden einzelnen Förderantrag und nicht das das gesamte Verbundvorhaben.

Wer wird gefördert?

Antragsberechtig sind:

  • Städte und Gemeinden, in denen die Grenzwerte für Stickstoffdioxid laut § 3 der Bundes-Immissionsschutz-Verordnung überschritten werden, und die mindestens in den letzten beiden Jahren in den entsprechenden Listen des Umweltbundesamts aufgeführt sind
  • Kommunale Unternehmen, Zweckverbände, sonstige Betriebe und Einrichtungen, deren Träger mindestens eine betroffene Stadt oder Gemeinde ist
  • Landkreise, in deren Zuständigkeitsbereich mindestens eine betroffene Stadt oder Gemeinde liegt
  • Städte und Gemeinden, die an betroffene Städte und Gemeinden angrenzen – wenn diese zustimmen
  • Verkehrsverbünde, an denen mindestens eine betroffene Stadt oder Gemeinde beteiligt ist
  • Verkehrsverbünde, deren Träger mindestens ein kommunales Unternehmen aus einer betroffenen Stadt oder Gemeinde ist – wenn diese zustimmt

Wie wird gefördert?

Der Basisfördersatz beträgt 50 % der zuwendungsfähigen Ausgaben. Bei Städten oder Gemeinden mit geringer Finanzkraft[1] kann die Zuwendung auf bis zu 70 % erhöht werden (Stand: BMVI 2019).

Antragsstelle

VDI/VDE Innovation + Technik (VDI/VDE-IT)
Dr. Benjamin Wilsch
Tel.: +49 (0) 30 310078 534
E-Mail: dkv@vdivde-it.de

Bei Nachfragen steht Ihnen ebenfalls das Team des Referats G21 „Urbane Mobilität und Sofortprogramm Saubere Luft“  zur Verfügung.

Sonderaufruf:
Antragstellung vom 15.05.2020 bis zum 31.07.2020 möglich.
Gerne können Sie auf der NaKoMo-Austauschplattform der Gruppe „Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme – Sonderaufruf für Mobilitätsplattformen“ beitreten. Der Projektträger hat im Auftrag des BMVI diese Gruppe erstellt, um Antragssteller zu informieren und zu beraten sowie eine Austauschplattform der Kommunen untereinander zur Verfügung zu stellen: www.nakomo.de/group/64/stream

Geltungsdauer

11.05.2019 bis 31.12.2020

 

Hinweis: Es handelt sich hier lediglich um einen Überblick, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Für die Richtigkeit der Angaben, auch auf den fremden Webseiten übernehmen wir keine Haftung. Weitere detaillierte Informationen können Sie den angegebenen Verlinkungen entnehmen.

 

[1] Definition Geringe Finanzkraft: negative Abweichung von dem auf Gemeindeebene ermittelten einwohnerbezogenen Realsteuerausgleich der letzten fünf Jahre. Bei mehr als 67 Punkten von der Standardabweichung des Bundesdurchschnitts kann dies zu einer Erhöhung des Fördersatzes um 10 Prozentpunkte führen; bei einer Negativabweichung von mehr als 76 Punkten kann dies zu einer Erhöhung des Fördersatzes von 20 Prozentpunkte führen (BMVI 2019).