Weiteres e-smartec Stakeholder-Event in Hessen

Zwölf Teilnehmende aus den Bereichen Kinder- und Jugendbeteiligung, Familien und ältere Menschen mit geringem Einkommen sowie Menschen mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen haben sich in einem vierstündigen Workshop über ihre Erfahrungen von Beteiligung in der Verkehrs- und Mobilitätsplanung ausgetauscht und diskutiert. Der Workshop fand im House of Logistics and Mobility (HOLM) in Frankfurt am Main statt.

 

Im Rahmen des EU Interreg Projekts e-smartec fand am 04. November 2021 ein weiteres Stakeholder-Event des Projektpartners Fachzentrum Nachhaltige Urbane Mobilität (FZ-NUM), welches von der Hessen Trade & Invest GmbH getragen wird, statt. Es wurde gemeinsam die Fragestellung „Welche Formate sind für eine erfolgreiche Berücksichtigung von Interessen „unterrepräsentierter“ Gruppen in inklusiven Verkehrs- und Mobilitätsplanungsprozessen notwendig?“ diskutiert.

Erfahrungsgemäß kann eine nachhaltige Verkehrs- und Mobilitätsplanung nicht ohne die Einbindung wichtiger Akteurinnen und Akteure sowie Nutzerinnen und Nutzer erreicht werden. Oft fühlen sich bei Beteiligungsformaten jedoch nur bestimmte Gruppen angesprochen, wobei die Einbeziehung aller Personengruppen wichtig ist.

Das Berücksichtigen aller Personengruppen bei Partizipationsmaßnahmen stellt für Kommunen eine Herausforderung dar. Das FZ-NUM ist vor allem daran interessiert, wie aus Sicht diverser unterrepräsentierter Gruppen eine Einbindung der Interessen und entsprechende Zugänge im Rahmen der Mobilitäts- und Verkehrsplanung sichergestellt werden können.

Dabei stellte sich das FZ-NUM die Fragen: Worauf sollten Kommunen bei bzw. für einen inklusiven Beteiligungsprozess achten? Durch welche Beteiligungsformate können „unterrepräsentierte“ Gruppen erreicht werden?

Dabei ergaben sich folgende Erkenntnisse:

  • Barrierefreie Zugänge sicherstellen
    • Leichte, einfache Sprache nutzen
    • Barrierefreie Infrastruktur gewährleisten
  • Zielgruppen kennen und adäquat ansprechen
    • Unkonventionellere Formate wie Theaterprojekte, interkulturelles Kochen etc.
    • „Vor-Ort“-Sein und „Vor-Ort“-Arbeiten (Exkursionen, Sozialraumanalysen)
    • „aufsuchende Beteiligung“ wahrnehmen à aufsuchende Beteiligungsformate
    • Workshops mit unterschiedlichen Ziel- und Stakeholdergruppen sowie Einbindung von Expertinnen und Experten der entsprechenden Gruppen
  • Öffentlichkeitsarbeit (analoge und digitale Kanäle nutzen)
  • Anreize für Beteiligung setzen
  • Zusammenarbeit mit Multiplikatoren
  • Realistische Zeithorizonte sicherstellen

 

Die Ergebnisse werden sie im nächsten Schritt in den Aktionsplan – den Maßnahmenplan für Hessen – des Projektes einfließen, der 2022 umgesetzt wird. Der Aktionsplan dient als Abschlussbericht des Projektes e-smartec. Des Weiteren werden die Ergebnisse und der hessische Aktionsplan am 01. Dezember 2021 bei der POLIS Konferenz in Göteborg vorgestellt.

Im nächsten Jahr sind weitere Workshops geplant. Wir freuen uns über neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Bereichen Kinder- und Jugendbeteiligung, Menschen mit Migrationsgeschichte, Menschen mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen und Menschen mit geringem Einkommen. Bei Interesse wenden Sie sich gerne an Eugenia Kolb.

 

© Hessen Trade & Invest GmbH

Zwölf Teilnehmende aus den Bereichen Kinder- und Jugendbeteiligung, Familien und ältere Menschen mit geringem Einkommen sowie Menschen mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen haben sich in einem vierstündigen Workshop über ihre Erfahrungen von Beteiligung in der Verkehrs- und Mobilitätsplanung ausgetauscht und diskutiert. © Hessen Trade & Invest GmbH

 

Kontakt

Eugenia Kolb
Partizipative Planung und Mobiles Hessen 2030
069 8700 433 70
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Susanne Fischell
Wirtschaftsverkehre
069 8700 433-62
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