Wie können Marketingtechniken für bessere Beteiligungsformate genutzt werden?

Schulung zur „Verwendung von Marketingtechniken in der nachhaltigen Mobilitätsplanung“ im Rahmen des EU-Interreg-Projekts „e-smartec

Eines der Hauptziele von e-smartec ist es, Kommunen durch den Einsatz von Marketingtechniken eine erfolgreiche Teilnahme/Partizipation von Bürger:innen an Mobilitätsplanungsprozessen zu ermöglichen. Aus diesem Grund führte das FZ-NUM am 31. März 2021 das Hands-on Training zur „Verwendung von Marketingtechniken in der nachhaltigen Mobilitätsplanung“ mit hessischen Kommunen durch. Die Schulung wurde vom e-smartec Projektkonsortium als „Capacity Building Training“ ausgearbeitet und fand organisationsübergreifend auch in den sechs anderen Partnerregionen statt.

Ziel der Schulung war es, Teilnehmer:innen zur Anwendung dieser Marketingtechniken in einem nachhaltigen Mobilitätsplanungsprozess zu befähigen. Zur Zielgruppe gehören interessierte Mitarbeiter:innen und Entscheidungsträger:innen aus den hessischen Kommunen sowie Landkreisen, aus dem Bereich der nachhaltigen Mobilitätsplanung. In der nachhaltigen Mobilitäts- und Verkehrsplanung gewinnen Beteiligungs- und Kommunikationsprozesse immer mehr an Bedeutung. Zudem möchten sich viele Bürger:innen aktiv in die Planung ihrer Umgebung mit einbringen. Um beide Anforderungspunkte erfolgreich miteinander zu verknüpfen, kann ein erfolgreich beworbener Partizipationsprozess essenziell sein.

Die Schulung beinhaltete die Präsentation des SUMP-Zyklus mit Fokus auf die Rolle der Partizipation, die erfolgreiche Implementierung von Marketingmaßnahmen und das „Handbuch für Erfolgstipps zu Marketingtechniken“. Auf der Grundlage dieser Informationen wurde eine interaktive Sitzung organisiert, um Teilnehmer:innen dieses Wissen anwenden zu lassen, indem sie einen fiktiven Beteiligungsprozess innerhalb des SUMP-Zyklus planten.

Abb. 1: Im Vorfeld wurde den Teilnehmer:innen zur Vorbereitung auf die Schulung die Handkarten sowie weitere Materialien per Post zugeschickt.

Das Land Hessen möchte Kommunen aktiv bei der Anwendung und Umsetzung des SUMP-Prozesses unterstützen, das FZ-NUM nimmt diese Aufgabe wahr. Das Training ist ein gut konzipiertes Werkzeug, um den wichtigen Aspekt der Beteiligung an Mobilitätsplanungsprozessen hervorzuheben und zu sensibilisieren. Die Erfahrungen und Ergebnisse der im März durchgeführten Schulung fließen in das Projekt und in weitere Unterstützungsangebote sowie Maßnahmen für hessische Kommunen ein. Hier wird insbesondere ein „Action Plan“ für das Land Hessen erarbeitet.

Die Erfahrung des FZ-NUM-Teams bei der Übersetzung der SUMP-Richtlinien ins Deutsche zeigte, dass die Bereitstellung von Materialien in der Muttersprache und das „In-den-Händen-Halten“ der gedruckten Version ein relevanter Faktor für eine erfolgreiche Anwendung sein kann. Aus diesem Grund hat das FZ-NUM die als Schulungsmaterial konzipierten Merkblätter auf Karten gedruckt, um sie vor der Schulungssitzung an die Teilnehmer:innen zu versenden. So hatten die 10 registrierten Vertreter:innen der hessischen Kommunen die Möglichkeit, sich vorab mit dem Inhalt vertraut zu machen und waren folglich besser gerüstet, die Informationen bzw. das Wissen während des fiktiven Beteiligungsprozesses anzuwenden.

Downloads

Hier finden Sie die Präsentation der Schulung.