Über das FZ-NUM

Das Fachzentrum Nachhaltige Urbane Mobilität des Landes Hessen (FZ-NUM) unterstützt die Kommunen schnell und zielgerichtet bei der Umsetzung der Verkehrswende.

Für die Verkehrswende in den Städten haben hessische Kommunen einen zentralen Ansprechpartner: das Fachzentrum Nachhaltige Urbane Mobilität des Landes Hessen (FZ-NUM). Das FZ-NUM wurde im Februar 2018 eröffnet, um als erste Anlaufstelle bei der Gestaltung nachhaltiger Mobilitätsplanungsprozesse zu unterstützen. Es berät Kommunen bei der Aufstellung und Umsetzung von integrierten Mobilitätsplänen auf Grundlage der europäischen Leitlinien für nachhaltige urbane Mobilitätsplanung (Sustainable Urban Mobility Plan – SUMP).

Doch das Fachzentrum tut noch viel mehr: Es dient als Netzwerk und Austausch-Plattform. Es bietet gebündelt Wissen und Informationen und berät darüber hinaus umfassend zu Fördermöglichkeiten, von der Planung bis zur Antragstellung. Es gestaltet die Entwicklung des fachlichen Rahmens für SUMP aktiv mit und fungiert gleichzeitig sowohl als Ansprechpartner als auch Interessenvertretung für SUMP auf Bundes- und Europaebene. Sitz des FZ-NUM ist das House of Logistics & Mobility (HOLM) in Frankfurt am Main mit seinen einzigartigen Möglichkeiten zur Vernetzung; Träger des Fachzentrums ist die landeseigene Wirtschaftsfördergesellschaft Hessen Trade & Invest.

Aufgaben & Beratung

Das FZ-NUM ist für die hessischen Kommunen zentrale Informations-, Vernetzungs- und Beratungsstelle.

Ziel des FZ-NUM ist es, gemeinsam mit den hessischen Kommunen Prozesse für eine nachhaltige urbane Mobilität zu definieren, voranzutreiben und zu realisieren. Dazu wird schrittweise ein transparenter, standardisierter Planungs- und Bewertungsrahmen umgesetzt, der dem Regelungsrahmen auf Landes- und Bundes-, insbesondere aber auf europäischer Ebene entspricht. So können Städte und Kommunen sowie weitere zentrale Akteure schneller auf Herausforderungen u.a. in den Bereichen Mobilität, Stadtentwicklung, Klima- und Lärmschutz oder Luftreinhaltung reagieren.

Allen Kommunen wird auf diesem Portal Zugriff auf eine zentrale Sammlung von Informationen angeboten, die von Fördermöglichkeiten bis hin zu vorbildlichen Projekten reicht.  Um sich mit allen beteiligten Behörden, Akteuren und Institutionen enger zu vernetzen und auszutauschen, organisiert das FZ-NUM regelmäßig Kommunaltreffen und Netzwerkforen. Und Kommunen erhalten nach Wunsch eine unbürokratische, umfassende Beratung – ob es nun um Prozessorganisation, planerisch-fachliche Fragen, Richtlinienkonformität oder passgenaue Fördermöglichkeiten geht.

Sprechen Sie uns gerne an!

Die Aufgaben des FZ-NUM

  • Zentraler Ansprechpartner des Landes Hessen für nachhaltige urbane Mobilität für Personen- und Wirtschaftsverkehr
  • Kompetenzstelle für Kommunen
  • Unterstützung der Kommunen bei integrierten Ansätzen in der Mobilitäts- und Verkehrsplanung in Anlehnung an den europäischen SUMP (Sustainable Urban Mobility Plan)
  • Evaluation von Plänen, Maßnahmen und Prozessen für eine nachhaltige urbane Mobilitätsplanung
  • Strukturierung der Förderlandschaft in Hessen unter Berücksichtigung der nationalen und europäischen Fördermöglichkeiten
  • Bewertung integrierter Ansätze bei der Förderung nach dem EU-Strukturfonds (EFRE) und anderen Förderinstrumenten
  • Bereitstellung von Informationen und Daten über nachhaltige urbane Mobilität auf diesem Portal
  • Initiierung von Projekten zum Austausch auf Länder-, Bundes- und EU-Ebene sowie mit Akteuren und Institutionen vor Ort
  • Finanzierung und Steuerung von konkreten Projekten

SUMP.lab

Das FZ-NUM engagiert sich auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene für eine nachhaltige integrierte Mobilitätsplanung.

 

e-smartec – Moderne Marketingmethoden zur erfolgreichen Vermittlung von sowie Beteiligung an nachhaltigen Mobilitätsplanungsprozessen

Viele Städte und Regionen in Europa stehen vor einer Reihe von Umweltproblemen, die mit Verkehrsbelastung und Luftverschmutzung verbunden sind. Eine strategische Mobilitäts- und Verkehrsplanung im Rahmen eines SUMP-Prozesses (SUMP: Sustainable Urban Mobility Plan – Nachhaltiger Urbaner Mobilitätsplan) ist ein zentraler Baustein zu Lösung dieser Probleme.

Bisherige Erfahrungen zeigen, dass eine nachhaltige urbane Mobilitätsplanung nicht ohne das Engagement der wichtigsten Interessengruppen (Bürger, Politik und Verwaltung) erreicht werden. Angesichts dieser Notwendigkeit schlägt das europäische Kooperationsprojekt e-smartec (Enhanced Sustainable Mobility with Marketing Techniques) vor, jeden Schritt eines Mobilitätsplanungsprozesses mit dem Einsatz gezielter Marketingtechniken zur Verknüpfung von Bottom-up- und Top-down- Entscheidungsprozessen zu begleiten.

Das FZ-NUM beteiligt sich hierbei für das Land Hessen als eine von sechs europäischen Testregionen an dem Projekt. Gemeinsam mit insgesamt neun Partnern aus sieben EU-Staaten werden geeignete und effiziente Methoden zur Kommunikation und Beteiligung auf verschiedenen Ebenen ausgewählt und erprobt. Ziel ist es, in engem Austausch mit den europäischen Partnern maßgeschneiderte Leitlinien für Marketing- und Partizipationsformate zu erarbeiten, die auf die Bedürfnisse von Bürgern und Interessengruppen in den jeweiligen Regionen abgestimmt sind.

Im Zentrum dieses Austausches zwischen den Experten im Projekt und den Verwaltungen steht dabei die Frage, wie Pläne und Konzepten sowie Planungsprozesse insgesamt zu einer größeren Akzeptanz bei den Interessengruppen verholfen werden kann.

Das Projekt e-smartec wird durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Programms INTERREG EUROPE gefördert. Es soll die städtische Dimension der regionalen und lokalen Mobilitätspolitik stärken und zur Umsetzung des EU-Weißbuchs zum Verkehr 2011, der Städteagenda der EU sowie der Strategie Europa 2020 für Beschäftigung und Wachstum im Hinblick auf den Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft beitragen.

  • Partner: Centre for Research and Technology Hellas (GR), Region of Central Macedonia (GR), Coventry University Enterprise Ltd (UK), POLIS (BE), Link Campus University (IT), Rome Mobility Agency (IT), University of Žilina (SK), Municipality of Venlo (NL), FZ-NUM (DE)
  • Laufzeit: 01. August 2019 bis 31. Juli 2022 
  • Kontakt: Simone Fedderke, Jens Vogel

 

 

www.interregeurope.eu/e-smartec

 

Evaluation VEP Kassel und Ableitung einer Übertragbarkeit für hessische Kommunen

Mit dem VEP/SUMP Stadt Kassel 2030 stellt die Stadt ein Benchmark für Hessen, Deutschland und auch auf europäischer Ebene dar. Kassel befindet sich gerade in der Umsetzungs- und Evaluationsphase des SUMP-Prozesses.

 

Das Fachzentrum Nachhaltige Urbane Mobilität (FZ-NUM) hat das Ziel hessische Kommunen bei der SUMP-Planung zu unterstützen und diese auszuweiten.

Daher möchte das Fachzentrum gute Beispiele im Rahmen des SUMP-Prozesses als Vorlagen für alle hessischen Kommunen zugänglich machen. Dies soll dort zu einer leichteren Handhabbarkeit und Effizienzsteigerung führen, um die Entwicklung nachhaltiger Mobilitätspläne flächendeckend zu ermöglichen.

Am Beispiel der Stadt Kassel soll die Möglichkeit einer einfachen „Schnellevaluation“ an speziellen Indikatoren getestet werden. Langfristiges Ziel ist es, diesen Prozess auch auf andere Kommunen in Hessen übertragen zu können. Fokussiert wird sich vor Ort auf spezielle Zielgruppen. Für den in Kassel erprobten Indikator ist die Wegewahl der Schüler der 6. Klasse ausschlaggebend. Dies ergibt sich aus ihrem besonderen Schutzbedürfnis im Straßenverkehr und ihrem Bedarf nach einem ausgeprägten Angebot an Formen der Nahmobilität und des öffentlichen Personennahverkehrs. Ein ähnliches Indikatoren-Set wurde bereits auf europäischer Ebene durch das Projekt EU-PROSPERITY erarbeitet. Mittels dieser Indikatoren, die jährlich erhoben werden sollen, ergeben sich einfach zu erfassende Zeitreihen, die

ein detailliertes Bild zur Verkehrssituation und eine gute Übersicht zur Veränderung der Verkehrsmittelwahl bei einer wesentlichen Fokusgruppe bieten soll.

Durch eine gezielte und systematische Schülerbefragung und die Durchführung einer klassischen Evaluation können beide Instrumente verglichen und Stärken und Schwächen der jeweiligen Vorgehensweisen evaluiert werden. Die Stadt Kassel erklärt sich bereit alle gewonnenen Erkenntnisse, wie auch die Fragebögen, allen Kommunen in Hessen zur Verfügung zu stellen. Von den gewonnenen Erkenntnissen sollen alle hessischen Kommunen profitieren, indem das Fachzentrum in diesem Punkt langfristig einen Leitfaden und so ein gesamthessisches Vorgehen erarbeitet.

  • Partner: Stadt Kassel
  • Kontakt: Simone Fedderke, Nils Böttge

Mobilitätspläne in Hessen – Bestandsaufnahme und Auswertung vorhandener Pläne und Konzepte mit Bezug zu Mobilität und Verkehr

Mobilität ist ein Grundbedürfnis unserer Gesellschaft, die Basis unserer Wirtschaft und Voraussetzung sozialer Teilhabe. Unsere gegenwärtige Aufgabe besteht darin, die Mobilität nachhaltiger zu organisieren, um sie langfristig für alle zu sichern und die Verkehrswende voranzubringen. Gute Planung ist dabei das zentrale Instrument zur erfolgreichen Gestaltung dieser Vorhaben.

In Hessen existieren bereits zahlreiche Pläne, Konzepte, Strategien und Leitbilder mit Mobilitätsbezug – und dies auf sehr unterschiedlichen räumlichen Ebenen. Dazu zählen u.a.

  • Verkehrsentwicklungspläne,
  • Mobilitätspläne,
  • Nahverkehrspläne,
  • Luftreinhaltepläne,
  • Lärmminderungspläne und
  • Klimaschutzpläne,
  • Radverkehrs- und Nahmobilitätspläne oder
  • Stadt- und Kreisentwicklungskonzepte.

Ein Teil der dieser Pläne liegt der Landesregierung in Ihrer Funktion als Genehmigungsbehörde oder als beteiligte Institution in Verfahren vor. Im Zuge des sog. Dieselgipfels und der Erstellung der Masterpläne Green City sowie der Herausforderungen in den Bereichen Umwelt- und Klimaschutz haben viele hessische Kommunen den Wunsch geäußert, bei anderen Kommunen Übersichten und Kenntnis vorhandener Planwerke, Vorgehensweisen und Inhalte zu bekommen.

Das Land Hessen mit dem Fachzentrum Nachhaltige Urbane Mobilität (FZ-NUM) und die Gesellschaft für Integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt RheinMain (ivm) möchten diesem Wunsch nachkommen und vorhandene Planwerke zusammentragen sowie strukturiert zusammenfassen. Kommunen werden so vorhandene Ressourcen bereitgestellt und Kompetenzen für Planungsprozesse sowie gute Beispiele für Strategien und Maßnahmen nutzbar gemacht.

Auf diesem Wege kann das Land Hessen auch bei der Einführung und Umsetzung moderner, nachhaltiger Mobilitäts- und Verkehrsplanungsprozesse unterstützen und damit auf kommunaler Seite Grundlagen für Fördermöglichkeiten bei der EU, dem Bund und Hessen schaffen.

Eine Übersicht zu diesen Plänen und Konzepten aus Städten, Gemeinden, Landkreisen, von Verkehrsverbünden und Lokale Nahverkehrsorganisationen sowie regionale Institutionen wird zukünftig durch das FZ-NUM und die ivm auf einer Wissensplattform für alle Akteure in Hessen und der Region Frankfurt RheinMain verfügbar sein.

Integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt Rhein Main

 

  • Partner: Integriertes Mobilitäts- und Verkehrsmanagement Region Frankfurt RheinMain (ivm GmbH)
  • Laufzeit: 2019 bis 2021
  • Kontakt: Jens Vogel, Simone Fedderke

 

 

www.ivm-rheinmain.de

Ansprechpartner

Dr. Bernd Schuster
Leiter des Fachzentrums
069 8700 433-61
E-Mail senden
Dipl.-Ing. Simone Fedderke
Senior Projektmanagerin
069 8700 433-63
E-Mail senden
Dipl.-Ing. Jens Vogel
Senior Projektmanger
069 8700 433-62
E-Mail senden
M.A. Nils Böttge
Wirtschaftsverkehr & SULP
Projektmanager
069 8700 433-65
E-Mail senden
M.A. Daniela Krebs
Projektmanagerin
069 8700 433-64
E-Mail senden
Dipl.-Ing. Annica Storm
Projektmanagerin
0611 9501-8358
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Stefanie Enders
Projektmanagerin
0611 95017-8397
E-Mail senden
Julia Lange
Projektmanagerin
0611 95017 433-8925
E-Mail senden

Fachzentrum Nachhaltige Urbane Mobilität
des Landes Hessen (FZ-NUM)
House of Logistics & Mobility (HOLM)
Bessie-Coleman-Str. 7
D-60549 Frankfurt am Main
E-Mail: info@fz-num.htai.de